Das IBIS-Projekt

Gestaltung intuitiver Benutzung mit Image Schemata


Um Software-Benutzeroberflächen zu entwickeln, die gleichermaßen kreativ ansprechend und intuitiv nutzbar sind, ist es hilfreich, auf den Alltagserfahrungen der späteren Nutzer aufzubauen. Das klassische Beispiel einer Verwendung von Alltags-Erfahrungen für die Softwaregestaltung ist der PC-„Desktop“, bei dem der Schreibtisch als Metapher für eine Benutzeroberfläche des Computers aufgegriffen wurde.

Die Kognitionspsychologie betrachtet derartige Alltagsmetaphern systematisch in der Methode der „Image Schemata“. Dies sind grundlegende visuelle und funktionale Bausteine wiederkehrender Erfahrungen, die vom Gehirn unbewusst und schematisch verarbeitet werden. Für funktional optimale und intuitive Benutzeroberflächen ist ein solches unbewusstes Schema dann eine gute Grundlage, wenn es als angemessen wahrgenommen wird.

Im Projekt IBIS soll die Image-Schema-Methode nun in die Praxis der Softwareentwicklung von KMU integriert werden, um wissenschaftlich gut erforschte Methoden der Kognitionspsychologie für die Entwicklung von Benutzeroberflächen nutzbar zu machen.

In der Zusammenarbeit von zwei Softwareherstellern und zwei Forschungspartnern werden als Ergebnisse Produkt-Prototypen angestrebt, die intuitiv benutzbar sind. Zusätzlich soll der Prototyp eines IBIS-Entwicklungsprozesses und ein „Werkzeugkasten“ entwickelt werden, um die intuitive Benutzung der Software zu bewerten. Diese Ergebnisse ermöglichen Softwareherstellern, die Attraktivität, die Akzeptanz und die Absatzchancen ihrer Produkte zu erhöhen.

Der Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), zu Forschung und Lehre und zur allgemeinen Öffentlichkeit wird durch ein IBIS-Webportal, ein Methodenhandbuch und ein Schulungskonzept sichergestellt.

Integration der Image-Schema-Methode in die Praxis

Das Projekt IBIS – Gestaltung intuitiver Benutzung mit Image Schemata – will eine Methode in die Anwendung bringen, die kleinen und mittelgroßen Software-Herstellern hilft, kreative und gleichzeitig intuitive Schnittstellen zum Benutzer zu entwickeln.

12. Requirements Engineering Conference 12. - 16. März in München

Die REConf (Requirements Engineering Conference) ist die größte und etablierteste Konferenz im deutschsprachigen Raum, die das Thema Anforderungsmanagement zum Fokus hat. Seit mehr als 10 Jahren trifft sich auf der REConf das "Who is Who" des Requirements Engineering.
IBIS Projekt FKZ: 01IS11017, vertreten durch den Konsortialführer a3 systems GmbH . Saarbrücker Str. 51 . 66130 Saarbrücken